Salaam Salma سلام سلمى

Er, Bassam Dawood, ist ein hoch gebildeter Schauspieler aus Syrien. Sie, Elske Brault, liebt Gedichte und Musik. So entstand das Programm „Salaam Salma“, ein Streifzug durch die Liebeslyrik der Arabischen Welt vom 6. Jahrhundert bis heute. Es beginnt mit dem berühmten Sufi-Meister Ibn-Arabi: Er zog um das Jahr 1200 von seinem spanischen Geburtsort Murcia durch ganz Nordafrika bis nach Damaskus. Von der Wüste, von Kamelen ist in seinen Gedichten die Rede, aber auch das bekannte Lied „Cry me a river“ nimmt Ibn-Arabi vorweg – sein Tränenfluss schafft eine Wasserscheide, unüberwindbar für die fliehende Geliebte. Der Vortrag endet mit „Hätte ich ein Gartenherz“, einem Gedicht der in  Berlin lebenden Dichterin Widad Nabi.  „Hätte ich ein Gartenherz, alles Eisen der Welt würde ich in Bäume verwandeln“, so spricht Widad Nabi von ihrer Hoffnung, mit Liebe den Krieg zu besiegen.

Die Musik zwischen den einzelnen Abschnitten eröffnet einen weiteren Klangraum, in dem die Zuschauer dem Gehörten nachlauschen können. Hesham Hamra und Amjad Sukar verbinden die Tradition der arabischen Musik mit den Rhythmen des modernen Jazz. Die beiden Absolventen der Popakademie Mannheim spielen in jeweils eigenen Projekten: Amjad Sukar ist mit dem Ornina Syrian Orchestra in der Berliner Philharmonie aufgetreten, Hesham Hamra mit seinem eigenen Projekt „Puls“ in der Elbphilharmonie.